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„Düsseldorfer Weg“-Praxisprojekt: Die Gemäldegalerie Jan Wellems neu vermittelt

Im Rahmen ihrer Teilnahme am JUNO-Zertifikatsprogramm „Düsseldorfer Weg“ realisierte Dr. Isabell Franconi vom Institut für Kunstgeschichte am 7. Juli 2026 ein praxisorientiertes Wissenschaftskommunikationsprojekt: Im Haus der Universität gestaltete sie den Workshop „Die Gemäldegalerie Jan Wellems“ für 23 Düsseldorfer Gästeführer*innen.

Ausgangspunkt des Projekts war ein kunsthistorisches Blockseminar im Sommersemester 2026 an der HHU zur Düsseldorfer Gemäldegalerie. Bei einer zum Seminar gehörenden Exkursion ins Düsseldorfer Rathaus entstand der Kontakt zu einer Düsseldorfer Gästeführerin. Aus dem anschließenden Gespräch entwickelte sich die Idee, die im Seminar erarbeiteten Inhalte zur einst europaweit berühmten Gemäldegalerie gezielt für die praktische Vermittlungsarbeit von Gästeführer*innen aufzubereiten. Aus diesem Impuls entstand der Workshop.

Neben der Sammlungspolitik Kurfürst Johann Wilhelms, der Errichtung eines eigenständigen Galeriegebäudes und dem Nachleben der Sammlung stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in Stadtführungen und damit in die Düsseldorfer Stadtgesellschaft weitergetragen werden können. Dr. Anna Christina Schütz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Graphischen Sammlung am Kunstpalast, ergänzte den Workshop mit einem Beitrag zur Geschichte der Düsseldorfer Kunstakademie und ihren Verbindungen zur Galerie.

Der Workshop war bewusst dialogorientiert angelegt. Zum Abschluss wurden gemeinsam Ideen entwickelt, wie die Geschichte der kurfürstlichen Gemäldegalerie im heutigen Düsseldorfer Stadtraum wieder stärker sichtbar gemacht werden könnte. Die Teilnehmer*innen hoben insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung, anschaulicher Vermittlung und offenem Austausch hervor, und auch Teilnehmer*innen ohne kunsthistorischen Fachhintergrund berichteten, neue Zugänge zum Thema gewonnen zu haben. Mehrere Gästeführer*innen kündigten bereits an, die neu gewonnenen Kenntnisse künftig in ihre eigenen Stadtführungen einzubeziehen.

Ein eigens für das Projekt erarbeiteter, rund 80-seitiger Reader stellt den Gästeführer*innen die wissenschaftlich aufbereiteten Inhalte auch langfristig für ihre Vermittlungsarbeit zur Verfügung.

Das Projekt wurde durch die Bürgeruniversität der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gefördert.

Kategorie/n: HeRA-News